Auf leisen Pfoten in Ihr Herz …

… und in das Ihrer Familie. Manchmal sind sie anschmiegsam und manchmal gehen sie lieber eigene Wege, aber immer sind sie vielgeliebter Mittelpunkt im Familienleben: Katzen zählen für viele Menschen zu den schönsten Dingen im Leben.

Eine Katze als Haustier benötigt nicht dieselbe Zeitzuwendung wie ein Hund, hat aber wie ein Hund ganz spezielle Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Fühlt sich eine Katze im Haus nicht wohl, kann das unangenehme Folgen haben, denn Katzen zeigen ihr Missfallen deutlich (beliebt sind Pfützen und Häufchen). Stellen Sie sich vor der Anschaffung einer Katze einige Fragen:

-    Gibt es jemanden, der die Katze während eines Urlaubs füttert? Da eine Katze im Gegensatz zum Hund ein Reviertier ist, also am liebsten am selben Ort bleibt, sollte jemand ins Haus kommen können, um sie zu füttern und ein paar Streicheleinheiten zu verteilen. Ein Aufenthalt in einer Tierpension ist machbar, jedoch für das Tier nur die zweitbeste Lösung.

-    Lebe ich in einer stark frequentierten Verkehrszone? Hier spart man sich viel Kummer, wenn im Zweifelsfall die Entscheidung gegen eine Katze fällt.

-    Bin ich bereit bei der Einrichtung einige Abstriche zu machen (zerkratzte Polstermöbel, ausgeräumte Blumentöpfe, Haare auf dem Lieblingssessel)?

-    Hat jemand in der Familie eine Allergie gegen Katzenhaare?

-    Schwangerschaft: Gynäkologen raten Schwangeren, aufgrund der möglichen Übertragung von Toxoplasmose möglichst den Kontakt mit Katzenkot zu vermeiden. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten.

-    Wohnungskatzen: Hier findet man sehr gespaltene Meinungen. Rassekatzen werden oft ausschließlich in Wohnungen gehalten. In einem solchen Fall wäre zusätzlich ein Außengehege ideal. Normale Hauskatzen sind glücklicher, wenn sie gemäß ihrer Natur im Freien sein können. Eine Katzentür ist optimal. So kann die Katze ungestört ein und aus und Sie werden in Ihrer Nachtruhe nicht gestört. Katzen sind nachtaktive Tiere. Sie gehen also gerne auch bei Nacht auf Streifzüge.

-    Wie gehe ich mit der Nachwuchs-Frage um? Der Fortpflanzungszyklus von Katzen ist ein sehr kurzer. Nicht kastrierte Männchen kommen häufig mit Kampfwunden nach Hause und beginnen unter Umständen ihr Revier, d.h. auch das Hausinnere zu markieren. Rollige Katzen können einem den letzten Nerv rauben, wenn Sie nicht hinaus dürfen. Bitte lassen Sie sich vom Tierarzt beraten.

-    Rechnen Sie mit Tierarztkosten (regelmäßiges Impfen, Entwurmen, unter Umständen kleine Verletzungen etc.)



Katzen und Kinder

Kommt eine Katze als Jungtier ins Haus, sind keine Probleme zu erwarten – im Gegenteil: Ein junges verspieltes Kätzchen sucht Beschäftigung und fühlt sich in der Regel auch im Trubel mit Kindern wohl. Kinder wiederum finden das lebendige Wesen faszinierend. Kätzchen landen dann schon mal als Puppenersatz im Puppenwagen. Hier ist wichtig, dass die verantwortlichen Erwachsenen den richtigen Umgang mit dem Tier beibringen und regulierend eingreifen. Uschi Schwärzler, Mutter von drei Kindern (3, 7 und 9 Jahre) meint dazu: „Kinder müssen Verantwortung und Respekt im Umgang mit anderen Lebewesen lernen und erkennen, welche Bedürfnisse das Tier hat, wann es beispielsweise Angst hat und lieber mal in Ruhe gelassen werden sollte. Dies erfordert manchmal ein wenig Geduld aber es lohnt sich.“

Kinder im Krabbelalter sollte man nicht völlig unbeaufsichtigt mit der Katze spielen lassen. Sehr schnell entstehen Missverständnisse zwischen dem Kind und dem Tier, da kann es schon mal passieren, dass eine Pfote ausrutscht. Auch der Zugang zum Katzenklo muss gesichert werden.

Wird eine ältere Katze in eine Familie aufgenommen, die womöglich noch schlechte Erfahrungen hinter sich hat, muss die Situation gut beobachtet werden. Man muss auf unerwartete Reaktionen des Tieres gefasst sein.

Lassen Sie Ihre Katze regelmäßig impfen und entwurmen!


Katze und Hund im selben Haus?

Das Sprichwort „Wie Hund und Katz“ trifft nur in begrenztem Maß zu. Hunde und Katzen kommen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase im Allgemeinen sehr gut miteinander aus. Es herrscht sozusagen „Burgfrieden“. Katzen sind gesellige Tiere und nicht wie oft fälschlich angenommen Einzelgänger. Sie schätzen den Menschen als Partner. Auch eine zweite Katze im Haus kann Vorteile haben.