Zwerghase, Meerschweinchen & Co.

Wer sich für diese Art Haustier entscheidet, hat sicher auch viel Freude damit. Es ist zwar kein echter Hunde- oder Katzenersatz, denn die Verhaltensweise dieser liebenswerten Hausgenossen ist nicht miteinander vergleichbar, aber es sind immerhin noch Säugetiere und als solche in ihren Empfindungen und ihrer ganzen Physiognomie näher beim Hund als Vögel oder Fische.

Ein Meerschweinchen beispielsweise gewöhnt sich auch an seine Betreuer und begrüßt Sie unter Umständen mit lautem Pfeifen.

Was es beim Kauf eines Nagetiers als Haustier zu berücksichtigen gilt:

-    ist das Tier nachtaktiv? Hamster beispielsweise können ganz schön nervtötend sein, wenn sie in der Nacht Runde um Runde in ihrem Laufrad drehen.

-    Was hinsichtlich Allergien bei Hund und Katze gilt, gilt auch bei den pelzigen Kleintieren: Bitte also vorher klären, ob jemand in der Familie allergisch auf die Haare reagiert.

-   Wichtig ist ein ausreichend großer Käfig mit Rückzugsmöglichkeit für das Tier.

-    Tägliche bis zweitägliche Reinigung des Käfigs ist nötig. Eine Geruchsentwicklung in dem Zimmer, wo der Käfig steht, ist bei aller Hygiene nicht zu verhindern – allerdings ist der Geruch nicht allzu unangenehm.

-    Nagetiere haben einen sehr kurzen Fortpflanzungszyklus. Auch schon vorgekommen: Ein dreimonatiges Meerschweinchen wurde gekauft – ein paar Wochen später saßen auf einmal zum Gaudium des Nachwuchses drei Meerschweinchen im Kinderzimmer. Bitte in einer guten Tierhandlung oder beim Tierarzt informieren.

-   Ist das Tier beim Kauf gesund? Schon eine kleine Wunde kann sich infizieren und zu einem Problem werden. Hat es alles, was es braucht? Zwerghasen brauchen etwas, womit sie sich die Zähne abwetzen können, ansonsten wachsen sie aus dem Maul heraus und verhindern die Nahrungsaufnahme.

-    Dort wo das Tier auch frei läuft, sollten sich keine elektrischen Kabel befinden.

-    Wird das Tier auch ab und zu im Garten laufen gelassen, gilt es folgendes zu beachten: nicht in der direkten Sonne stehen lassen; gibt es eventuell einen Hund oder eine Katze? Im Winter immer drinnen halten; Umzäunung;

-    Viele Nagetiere sind gesellige Tiere. Ein Meerschweinchen beispielsweise ist nicht gerne alleine und freut sich über einen gleichartigen Gefährten (am besten vom selben Geschlecht, um Nachwuchs zu vermeiden).Welche Tierart welche Gesellschaft benötigt, erfahren Sie am besten vom Experten.


Nagetiere – ein Gesundheitsrisiko?

Wie bei anderen Haustieren gilt auch hier: Wird das Tier hygienisch gehalten und die Hinweise vom Tierarzt beachtet, besteht nur ein geringes Risiko – auch für den Menschen. Aber der Kontakt zu einem lebendigen Wesen, die damit verbundene Verantwortung und Freude ist so gesund für die Seele, dass dieses kleine Risiko eingegangen werden kann.